Traceroute Star Wars opening crawl

Yes, ich liebe solche Easter Eggs: wenn man einen Traceroute-Befehl zur IP 216.81.59.173 ausführt, erscheint (je nach Ausgangsposition) ab ca. dem zehnten Hop Folgendes:

10  episode.iv (206.214.251.1)  179.523 ms  176.223 ms  175.144 ms
11  a.new.hope (206.214.251.6)  177.382 ms  181.966 ms  185.249 ms
12  it.is.a.period.of.civil.war (206.214.251.9)  176.571 ms  177.065 ms  178.810 ms
13  rebel.spaceships (206.214.251.14)  178.461 ms  175.102 ms  176.197 ms
14  striking.from.a.hidden.base (206.214.251.17)  173.995 ms  174.445 ms  172.873 ms
15  have.won.their.first.victory (206.214.251.22)  176.835 ms  175.053 ms  176.273 ms
16  against.the.evil.galactic.empire (206.214.251.25)  175.421 ms  176.660 ms  177.095 ms
17  during.the.battle (206.214.251.30)  174.716 ms  174.252 ms  173.554 ms
18  rebel.spies.managed (206.214.251.33)  176.483 ms  176.077 ms  175.982 ms
19  to.steal.secret.plans (206.214.251.38)  178.554 ms  177.174 ms  176.614 ms
20  to.the.empires.ultimate.weapon (206.214.251.41)  175.312 ms  176.408 ms  175.030 ms
21  the.death.star (206.214.251.46)  176.522 ms  176.947 ms  176.475 ms
22  an.armored.space.station (206.214.251.49)  176.574 ms  177.510 ms  176.049 ms
23  with.enough.power.to (206.214.251.54)  176.225 ms  177.341 ms  176.440 ms
24  destroy.an.entire.planet (206.214.251.57)  177.408 ms  175.053 ms  175.367 ms
25  pursued.by.the.empires (206.214.251.62)  174.713 ms  174.017 ms  187.629 ms
26  sinister.agents (206.214.251.65)  176.732 ms  176.591 ms  175.102 ms
27  princess.leia.races.home (206.214.251.70)  179.010 ms  176.545 ms  176.941 ms
28  aboard.her.starship (206.214.251.73)  174.262 ms  173.975 ms  175.577 ms
29  custodian.of.the.stolen.plans (206.214.251.78)  175.605 ms  175.853 ms  176.291 ms
30  that.can.save.her (206.214.251.81)  177.240 ms  177.965 ms  177.452 ms
31  people.and.restore (206.214.251.86)  177.376 ms  178.452 ms  176.109 ms
32  freedom.to.the.galaxy (206.214.251.89)  188.155 ms  176.588 ms  175.522 ms

Die Macht, stark sie ist in diesem Netzwerk. Ein Traceroute Star Wars Scroll. Sehr, sehr tolle Idee sowas in den Tiefen des Internets zu verstecken. Wenn man den Befehl bis zum Ende ausführt, entdeckt man auch wer dahinter steckt:

54  by.ryan.werber (206.214.251.177)  182.187 ms  179.431 ms  180.237 ms
55  blizzards.breed.ccie.creativity (206.214.251.182)  185.117 ms  178.183 ms  177.678 ms
56  please.try.again.tracerote.to.obiwan.scrye.net (206.214.251.185)  177.640 ms  177.201 ms  177.723 ms
57  read.more.at.beaglenetworks.net (206.214.251.190)  178.116 ms *  316.648 ms

Für die ganz versessenen IT-Nerds gibt es dann hier sogar eine Anleitung zum Nachbauen - vorausgesetzt, ihr dürft einen Cisco-Router und so einiges an sonstiger Hardware euer Eigen nennen…

[via MetaFilter]

Voyager has NOT left the building… again

Bild: NASA/JPL-Caltech

In den letzten Jahren kam es immer wieder zu folgender, vermeintlich spektakulärer Meldung: “Die Voyager hat das Sonnensystem verlassen.” So auch gestern. Bereits vor einem halben Jahr geisterte eine ähnliche Meldung durchs Netz, und auch damals hatte ich darauf hingewiesen, dass es schlicht und einfach nicht stimmt. Und immer wieder fallen alle Medien drauf rein und geilen sich gegenseitig an der angeblichen Sensation auf: Ob nun der Guardian,  die New York Times oder Spiegel Online - würden die Politik-Redakteure dieser angesehenen Veröffentlichungen ihre Meldungen so schlampig recherchieren wie diese und sich zu solch reißerischen Aussagen hinreißen lassen - es wäre vorbei mit dem guten Ruf. Denn die Formulierung, dass die Voyager das Sonnensystem verlassen habe, ist alles andere als wissenschaftlich korrekt. Fakt ist, dass die Sonde den insterstellaren Raum erreicht hat, was nichts anderes bedeutet, als dass der Einfluss der Sonnenstrahlung dort keine Rolle mehr spielt.

Florian Freistetter von Astrodicticum Simplex erklärt das in gewohnter Weise sehr gut:

Wenn es um Voyager geht, dann verwechselt man das “Ende” des Sonnensystems gerne mit dem Ende des Einflussbereichs des Sonnenwinds. Die Sonne schickt einen ständigen Strom geladener Teilchen ins All. Irgendwann verliert der Sonnenwind an Schwung und lässt sich kaum mehr von den ganz normalen interstellaren Teilchen unterscheiden, die sich überall im Raum zwischen den Sternen befinden. Diese Grenzregion nennt sich “Heliopause”, sie liegt ungefähr in der Gegend, in der sich Voyager 1 befindet und das Sonnensystem endet dahinter ganz definitiv nicht!

Denn es gibt nicht nur den Sonnenwind, sondern auch die Gravitation. Jede Menge Himmelskörper sind gravitativ in die Sonne gebunden und befinden sich VIEL weiter weg als Voyager.

Zusammengefasst: “Sonnensystem” bezeichnet alles, was gravitativ an die Sonne gebunden ist und es reicht bis hinaus zur Oortschen Wolke. Deshalb spricht man beim Voyager-Team lieber davon, dass die Sonde den “interstellaren Raum” erreicht hat; also den Raum, in dem der Einfluss der Sonnenstrahlung keine Rolle mehr spielt.

Ich wiederhole es gerne noch einmal: die Voyager hat NICHT das Sonnensystem verlassen, sondern die Heliosphäre. Das wäre genauso, als würde man sagen: “Elvis has left the building.” - dabei ist er nur aus dem Zimmer gegangen. Die Sonde hat 125 Astronomische Einheiten (AE) zurückgelegt - das Ende des Sonnensystems, welches durch das Ende der sog. Oortschen Wolke markiert ist, befindet sich aber ca. 100.000 (!) AE von der Erde entfernt. Um diesen Weg zurückzulegen, wird die Voyager noch mehrere zehntausend Jahre benötigen. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie viele Falschmeldungen das noch gibt…

Wie auch immer: einige Redakteure haben besser recherchiert und es richtig formuliert, z. B. die Washington Post oder das Wired Magazine. Mein Physikerherz blutet jedenfalls jedes Mal, wenn aus einer an sich schon spannenden Meldung eine Sensation gebastelt wird, die keiner von uns zu Lebzeiten erleben wird. Die Mission der Voyager ist so schon spektakulär genug - auf ihrer 40 36-jährigen Reise hat sie fast 18,7 Milliarden Kilometer zurückgelegt, was z. B. knapp 24.350 Mal der Strecke zum Mond und zurück entspricht. Trotz dieser gewaltigen Entfernung und der Tatsache, dass die Technik an Bord der Sonde fast ein halbes Jahrhundert alt ist, können wir immer noch mit ihr kommunizieren. DAS ist beeindruckend. Und wir dürfen darauf gespannt sein, was Voyager uns noch für Erkentnisse liefern wird auf ihrer Reise durch Orte, die nie ein Mensch betreten hat.

Zum Abschluss möchte ich auch noch mal darauf hinweisen, dass in der offiziellen NASA-Meldung, auf die sich die neuerliche Falschmeldungswelle bezieht, all das auch genau so steht:

So, would the team say Voyager 1 has left the solar system? Not exactly - and that’s part of the confusion. Since the 1960s, most scientists have defined our solar system as going out to the Oort Cloud, where the comets that swing by our sun on long timescales originate. That area is where the gravity of other stars begins to dominate that of the sun. It will take about 300 years for Voyager 1 to reach the inner edge of the Oort Cloud and possibly about 30,000 years to fly beyond it. Informally, of course, “solar system” typically means the planetary neighborhood around our sun. Because of this ambiguity, the Voyager team has lately favored talking about interstellar space, which is specifically the space between each star’s realm of plasma influence.

Quod erat demonstrandum.

Special Thanks an Florian Freistetter für die tolle Erklärung.

Playstation 4 goes Virtual Reality

VR-Headset Oculus Rift - Bild: Sergey Galyonkin (CC BY-SA 2.0)

Wooaaaaaaaaaaaah, wenn dieses Gerücht wahr ist, dann läutet das vielleicht eine neue Ära im Gaming ein: angeblich arbeitet Sony an einer Virtual-Reality-Brille für die Playstation 4. Das Teil soll 2014 rauskommen und sich am Vorbild des VR-Headsets Oculus Rift orientieren, wie eurogamer.net berichtet:

Amid the growing popularity of the Oculus Rift VR headset among the development community and a small number of gamers, Sony has been working on a rival device for its next-gen console, and it is on track to be revealed in 2014.

Multiple sources have indicated to Eurogamer that Sony’s VR headset will work similarly to Oculus’. Internally, the device has been demonstrated with Evolution Studios’ PS4 racer DriveClub, with players able to look around the cockpit of a car.

Ich bin gespannt - insbesondere auf den Preis.

Mehr Infos gibts hier und hier.

Eunoia: Gedanken steuern Wasserbewegung

Oh yes, ich liebe sowas: Lisa Park steuert in ihrem Projekt “Eunoia” die Bewegungen von Wasser allein mit ihren Gedanken. Mittels EEG werden ihre Gehirnwellen aufgezeichnet und dann in Schallwellen umgewandelt, die wiederum das Wasser in den Schalen zum Vibrieren bringt.

“Eunoia” is a performance that uses my brainwaves — collected via EEG sensor- to manipulate the motions of water. It derives from the Greek word “ey” (well) + “nous” (mind) meaning “beautiful thinking”. EEG is a brainwave detecting sensor. It measures frequencies of my brain activity (Alpha, Beta, Delta, Gamma, Theta) relating to my state of consciousness while wearing it. The data collected from EEG is translated in realtime to modulate vibrations of sound with using software programs. EEG sends the information of my brain activity to Processing, which is linked with Max/MSP to receive data and generate sound from Reaktor.

Eunoia Direktlink

Wenn ihr mehr über den technischen Prozess dahinter wissen möchtet, dann schaut euch dieses Making-Of hier an:

 

Wenn ihr euch generell für die Themen Cyborgs und Augmented Reality interessiert, dann findet ihr hier weitere Geschichten, über die ich bereits gebloggt habe.

Rotierendes Superzellengewitter

Image Credit: Mike Olbinski

Mike Olbinski hat das Kunststück fertig gebracht, ein rotierendes Superzellengewitter zu filmen. Der Mann hat vier Jahre gebraucht, um dieses tolle Motiv in dieser Form zu finden:

It took four years but I finally got it.

A rotating supercell. And not just a rotating supercell, but one with insane structure and amazing movement.

I’ve been visiting the Central Plains since 2010. Usually it’s just for a day, or three, or two…but it took until the fourth attempt to actually find what I’d been looking for. And boy did we find it.

No, there was no tornado. But that’s not really what I was after. I’m from Arizona. We don’t get structure like this. Clouds that rotate and look like alien spacecraft hanging over the Earth.

Bei einem Superzellengewitter handelt es sich um viele einzelne Gewitterzellen, die sich in einer Art Cluster zu einer organisierten Struktur zusammenfinden und eine Rotation des sogenannten Aufwindbereiches zeigen. Ok, ich versteh es auch nicht wirklich, aber es sieht verdammt Ehrfurcht gebietend aus. Holy Shit… o_O

Unbedingt Full Screen und volle Lautstärke!

 

Superzellengewitter Vimeo-Direktlink

Mike Olbinski Official Website

Mike Olbinski on Facebook

Homemade Lightsaber

Insgeheim will ich ja immernoch ein Jediritter werden, wenn ich mal groß bin. Leider fehlt es aber bisher noch am Lichtschwert, auch wenn dieses Baby hier schon ziemlich nah dran ist. Das Teil hat 3000 mW und fackelt so ziemlich alles ab, was in seine Quere kommt.

[via Gizmodo]

3D Printed Pizza

Die NASA hat Mittel in Höhe von 125.000 US-Dollar bereitgestellt, um einen 3D Food Printer zu entwickeln, der in der Lage ist, Pizza herzustellen. Das Geld fließt an einen auf 3D Printer spezialisierten Entwickler, der nun einen Prototyp konstruieren soll.

Langfristiges Ziel ist es tatsächlich, eine Art Replikator à la Star Trek zu entwickeln, der die Nahrungsversorgung für längere, bemannte Weltraummissionen wie zum Beispiel zum Mars sicherstellen soll. Die Pizza wird aber natürlich nicht aus dem Nichts herbeigezaubert, sondern aus mit Pulver befüllten Patronen synthetisiert, welche die entsprechenden Aromen und Nährstoffe bereitstellen. Dabei muss dann die Salami nicht tatsächlich Salami sein, sondern könnte auch aus alternativen Proteinquellen wie zum Beispiel Insekten oder auf Pflanzenbasis gewonnen werden. Das Pulver muss im Grunde nur die richtigen Moleküle bereitstellen - für die Form und die Konsistenz, das Aussehen und alles andere sorgt der 3D Printer.

Ob das gesund ist, ist natürlich wieder eine andere Frage, denn weiter weg von natürlicher Ernährung gehts nun wirklich nicht. Dagegen verblasst die Mikrowellen- und Convenience-Food-Debatte zur Belanglosigkeit. Revolutionär wäre ein solcher 3D Food Printer aber auf jeden Fall - auch wenn es nicht das erste Projekt dieser Art ist: Vor einigen Wochen habe ich bereits über das [email protected] der Cornell University gebloggt, wo ebenfalls an einem 3D Food Printer garbeitet wird. Mal schauen, wer das Rennen macht.

Gimmemore 3D Printed Pizza in Outer Space

[via AnimalNY]

2013 Bay Area Maker Faire Review

Image Credit: Evil Mad Scientist/Windell Oskay

Auf Evil Mad Scientist könnt ihr ab sofort eine ausführliche Berichterstattung zur 2013 Maker Faire in der Bay Area genießen. Für diejenigen, die damit nichts anfangen können: Die Maker Faire ist eine Messeveranstaltung für Hobby- und Profi-Erfinder, Tüftler, Bastler, Ingenieure, Wissenschaftler, Studenten und Unternehmen, die sich mit dem Konstruieren, also “Machen” von allerlei kuriosem Kram und tollen Spielereien befassen. Dabei kommt durchaus das eine oder andere sensationelle Endprodukt heraus.

Part science fair, part county fair, and part something entirely new, Maker Faire is an all-ages gathering of tech enthusiasts, crafters, educators, tinkerers, hobbyists, engineers, science clubs, authors, artists, students, and commercial exhibitors. All of these “makers” come to Maker Faire to show what they have made and to share what they have learned.

Maker Faire is primarily designed to be forward-looking, showcasing makers who are exploring new forms and new technologies. But it’s not just for the novel in technical fields; Maker Faire features innovation and experimentation across the spectrum of science, engineering, art, performance and craft.

Image Credit: Evil Mad Scientist/Windell Oskay

Die Jungs und Mädels von Evil Mad Scientist waren da und haben satte 362 Fotos mitgebracht, die ihr euch auf Flickr geben könnt.

Mein persönliches Highlight seht ihr oben: Das Hovercraft im DeLorean-Style!

Gimmemore Making!

How To Become A Cyborg @ #rp13

Image Credit: Carlosramirex / Wikimedia Commons

Image Credit: Carlosramirex / Wikimedia Commons

Ich durfte gestern auf der re:publica 2013 dem großartigen Vortrag von Neil Harbisson und Moon Ribas mit dem Titel “Life with extra senses - How to become a cyborg” lauschen.

Neil Harbisson ist weltweit der erste, von einer Regierung anerkannte Cyborg. Das bedeutet, die von ihm getragene elektronische Ausrüstung wird als Teil seines Körpers und seiner Selbst anerkannt. Der mit einer besonderen Form der Farbenblindheit geborene Brite kann die Welt nur in Schwarz-Weiß und Graustufen wahrnehmen. Im Alter von 21 Jahren entwickelte er gemeinsam mit dem  befreundeten Kybernetiker Adam Montandon ein elektronisches Auge, den sog. “Eyeborg“. Mit diesem Gerät ist Harbisson in der Lage, Farben in Form von akustischen Signalen wahrzunehmen.

Image Credit: Andrew Schwarz / Wikimedia Commons

Image Credit: Andrew Schwarz / Wikimedia Commons

Während die ersten Modelle der kybernetischen Erweiterung noch relativ unbeholfen waren, ist die Technologie mittlerweile ziemlich ausgereift: zu Beginn musste Neil noch einen Kopfhörer tragen. So konnte er nun zwar die Farben in seiner Umwelt hören, aber die üblichen Geräusche und seine Mitmenschen wurden unterdrückt. Also installierte er in seinem Schädel neben einem Chip auch eine Art Klinkenbuchse, die er mit dem Sensor verkabeln kann. Die Töne werden nun über ein Verfahren namens “Bone Conduction” übertragen, bei dem die Schallwellen direkt auf seinen Schädelknochen geleitet werden. (Ihr könnt das mal nachvollziehen, indem ihr euch zum Beispiel eine schwingende Stimmgabel an den Kopf haltet.) Auf diese Weise kann Harbisson, der sich auch selbst stolz als Cyborg bezeichnet, die Wahrnehmung von “echten” Geräuschen und Farben besser trennen.

Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des kybernetischen Moduls kann Neil mittlerweile nicht nur alle Farben des für uns sichtbaren Farbspektrums wahrnehmen, sondern sogar ultraviolette und infrarote Farbfrequenzen. Er kann deshalb sogar in einem Raum installierte Bewegungsmelder “sehen”. Der bevorstehende nächste Schritt in seiner Cyborg-Evolution ist das Aufladen der Batterie des Eyeborgs über die Zirkulation seines Blutkreislaufs.

Doch damit nicht genug: Neil Harbisson nutzt seinen kybernetischen Sinn nicht einfach nur zur Wahrnehmung, er macht sogar Kunst damit. Er komponiert Farbmuster, die Musik und komplette Songs ergeben. Das Kleid seiner bezaubernden Partnerin Moon Ribas zum Beispiel wird, von oben nach unten gehört, zu “Moon River”. Das Prinzip hinter der ganzen Technologie nennt sich Sonochromatismus. Großartig.

Image Credit: Moon Ribas

Image Credit: Moon Ribas

Ich empfehle euch auf jeden Fall, das Video von dem Vortrag anzuschauen. Die 45 Minuten sind äußerst kurzweilig und voller Wow-Momente. Dort wird auch erklärt, wie es dazu kam, dass die britische Regierung Neil Harbisson offiziell als Cyborg anerkannte. Außerdem kommt auch Moon Ribas zu Wort, die mittlerweile von der spanischen Regierung ebenfalls als Cyborg anerkannt wurde. Ihr Extrasinn macht es ihr möglich, Bewegungen in ihrer Umgebung haptisch wahrzunehmen, d. h., sie kann auch spüren, was hinter ihr passiert - ohne es zu sehen. Ein eingebautes Radar. Außerdem kann sie Bewegungen in der Erde wahrnehmen: sogar weit entfernte Erdbeben entgehen ihr nicht. Wie gesagt: es lohnt sich. Unbedingt anschauen!

Gimmemore Cyborgism on Cyborg Foundation

Gimmemore Neil Harbisson

Gimmemore Moon Ribas

TED Talk with Neil Harbisson (auch sehr empfehlenswert!)

Perpetual Motion Time Crystal

Image Credit: Courtesy of Hartmut Häffner

Image Credit: Courtesy of Hartmut Häffner

Yep, für mich sind Physiker immer noch die Könige der Nerds: ein internationales Team von Wissenschaftlern an der UC Berkeley bereitet zur Zeit ein Experiment vor, bei dem sie einen sogenannten “Time Crystal” erschaffen wollen. Dieser bisher nur theoretische Zeitkristall ist ein echtes Perpetuum Mobile und nutzt einen Bruch im Zeitkontinuum, um sich zu bewegen.

In der klassischen Mechanik ist ein Perpetuum Mobile unmöglich, da es dem Prinzip der Energieerhaltung widerspricht: ein sich bewegendes Objekt verrichtet Arbeit bzw. stellt Nutzenergie bereit und braucht daher von außen zugeführte Energie, um sich weiterzubewegen. Ein Perpetuum Mobile wäre also zum Beispiel ein Motor, der - einmal angeworfen - immer weiterläuft, ohne dass man jemals tanken müsste. Tolle Vorstellung, aber unmöglich. Bisher. Denn der Time Crystal tut genau das: er bewegt sich, einmal angeregt, immer weiter, ohne auf Energiezufuhr von außen angewiesen zu sein. Und er nutzt dafür ein Konzept, das selbst unter Physikern ziemlich verrückt klingt…

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