Death From Above 1979 – Trainwreck

Death From Above 1979 - The Physical World

Sie waren die einzige coole Band des Indierock. Blöderweise lösten sich Death From Above 1979 nach nur einem Album auf. Jetzt sind sie zurück!

Mit ihrem struppig verzerrten Bass, den stumpfen White-Stripes-Drums und dem unorthodoxen Verzicht auf Gitarren stachen Death From Above 1979 positiv aus dem ewig gleichen, ewig oberflächlich-uninspirierten Indierock-Brei der Nullerjahre hervor. Als sich das kanadische Duo 2006 auflöste, war der Indierock für mich komplett gestorben.

Die Reunion kommt unerwartet – und gleich mit ordentlich Wumms: Schon am 9. September soll das zweite Album, “The Physical World”, erscheinen, und eine Menge Tourtermine stehen bereits fest. Schon jetzt gibt’s die erste Single zu hören:

“Trainwreck” zeigt zweierlei:

1. Death From Above 1979 können’s noch. Der Bass knorzelt, das Schlagzeug scheppert tanzbar, und die Melodien sind genauso stumpf wie schön. Wermutstropfen: Müssen die jetzt auch diesen ausgelullerten Autotune-Gesangssound benutzen? Meh.

2. Die Jungens erfinden sich nicht neu, sondern knüpfen direkt da an, wo sie aufgehört haben. Ist aber wohl auch okay, wenn man nach acht Jahren Pause erstmal das macht, was man am besten kann. Und die Marketingfutzis beim Label freuen sich bestimmt über den Wiedererkennungswert des Trademark-Sounds.

Könnte Bock machen, das Album! Und den Berlin-Termin im Cassiopeia werd ich mir auf jeden Fall gönnen.

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Daniel

Daniel

The Other Guy at Weltenschummler
Schreiberling mit halbwegs kontrollierter Tastatur-Tourette. Concerned but powerless. Musiker, Teilzeithippie und Linksträger. Kann sich nicht an das Ende von “Fear and Loathing in Las Vegas” erinnern. Ehemaliger Copilot von Weltenschummler.
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